Gutschriften: Erlöskorrekturen des Umsatzes

Die Gutschrift im Kontext der Steuerung des Umsatz ist vom Begriff her mehrfach belegt. Die Gutschrift hat drei unterschiedliche Bedeutungen:
  1. inverse Rechnung: Eine Lieferung und Leistung wurde erbracht aber nicht der Leistungserbringer erstellt die Rechnung sondern der Leistungsempfänger erstellt eine Gutschrift die der Leistungserbringer nur noch prüft. Diese Gutschrift wird wie eine Rechnung anerkannt. Dem Kunden wird bei einer solchen Gutschrift ein Betrag gut geschrieben. Diese Art von Gutschrift wird nicht als Erlöskorrektur gesehen, da sie nur eine Alternative einer Rechnungstellung ist und ist somit kein Erlösschmälerungsvorgang.

  2. Buchungsvorgang: Im Rechnungswesen ist die Gutschrift ein Buchungsvorgang auf der Habenseite. Auch dieser Gutschriftenvorgang ist keine Erlöskorrektur und somit auch keine Erlösschmälerung.

  3. Erlösschmälerung: Eine Lieferung und Leistung wurde in Rechnung gestellt, aber in Teilen oder als Gesamtes reklamiert. In diesem Fall kann man die gesamte Rechnung annullieren und neu erstellen oder aber die falsche Rechnung korrigieren.
    • Wurde die Rechnung schon gezahlt und soll das Ganze nicht rückabgewickelt werden, wird eine Gutschrift in Höhe des Rechnungsbetrages erstellt (die komplett erlösschmälernd ist) und nur die neue bzw. korrigierte Rechnung ist dann relevant für den Nettoerlös bzw. Umsatz net.
    • Alternativ wird eine Delta-Gutschrift bzgl. dem zu hohen Rechnungsbetrags und tatsächlichem Rechnungsbetrag erstellt. Diese Gutschrift ist auch als Erlöskorrektur und somit Erlösschmälerung zu betrachten.

Typische Gründe für eine erlöskorrigierende und somit erlösschmälernde Gutschrift sind

  • Reklamationen,
  • Beschwerden,
  • Stornierungen,
  • Rückabwicklungen,
  • Kulanzen.

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