Tipps & Empfehlungen für Ihre Business Intelligence (BI)

Möchten Sie in Ihrem Unternehmen eine effiziente und effektive BI-Landschaft betreiben, müssen Sie einige essentiell wichtige Dinge beachten. BI-Wiki stellt hier einige Vorschläge vor, die Ihnen bei Ihrem Vorhaben helfen werden.

Tipp 1: Sinn und Zweck der BI im Unternehmen festlegen

Definieren Sie, welche Rolle die Business Intelligence in Ihrem Unternehmen spielen soll. Welche Ziele verfolgen Sie mit der Business Intelligence? Erstellen Sie ein fachliches Funktionsportfolio (Informationsnachfrage) für Ihre Business Intelligence. Beispiele hierfür sind:

  • Managementreporting (MIS - Management Informationssysteme)
  • Prozesssteuerung / Prozessmonitoring
  • Steuerung von Organsisationseinheiten (Kapazitäten, Zielemanagement)
  • Marktanalysen, Data Mining, ...
  • ...

Tipp 2: De-/Zentralisierung: Der Mix macht den Unterschied

Finden Sie heraus welche Funktionsbausteine für mehr als einen Fachbereich benötigt wird und welche Funktionsbausteine für genau einen Fachbereich benötigt werden. Delegieren Sie die Verantwortung für die Single-Fachbereichs-BI an die jeweiligen Fachbereiche und konzentrieren Sie die Verantwortung für die Mehr-Fachbereichs-BI in einem Business Intelligence Competence Center (BICC).

Tipp 3: Gewaltenteilung Anforderung/ Nutzung und Datenbereitstellung

Trennen Sie die Verantwortung für die Anforderungsstellung und Nutzung der Business Intelligence von der Datenbereitstellung und Datenqualitätssicherung der Business Intelligence Funktionen. Der BI-Datenbereitstellungbereich der Business Intelligence kann Synergien nutzen, um ein und die selbe Funktion für viele Anforderer bereitzustellen (Enablerprinzip), z.B. Implementierung nur eines Umsatzreporting für Finance, Marketing und Vertrieb anstatt drei Reporting-Implementierungen.

Tipp 4: Business Intelligence als Profit Center steuern

Die Business Intelligence soll unterstützen das Unternehmen besser zu steuern. Der Nutzen muss aber den Aufwand rechtfertigen. Stellen Sie pro Funktionsbaustein den Aufwand und Nutzen zusammen. Nur Funktionsbausteine mit positiven Business Case sollten umgesetzt und betrieben werden.

Tipp 5: Automatisierung der Verarbeitungsketten

Verhinden Sie zu starke Konfigurierbarkeit bei der Berechnung von Kennzahlen. Anforderungen an eine Konfigurierbarkeit ist ein Indiz für unklare Anforderungen und somit geringen Nutzen. Manuelles Eingreifen in die BI-Verarbeitungsprozesse ist zu Minimalisieren und nur aufgrund von zu hohen IT-Kosten temporär zu akzeptieren. Automatisieren Sie die Massendatenverarbeitung überall wo es nur geht.

Tipp 6: Transparenz über das Informationsangebot

Die Transparenz über das existierende Informationsangebot ist eine Grundvoraussetzung für eine effiziente Business Intelligence im Unternehmen. Nur durch diese Transparenz wird die Möglichkeit geschaffen wichtige Datenquellen wiederzuverwenden. Managen Sie Datencluster wie Umsatz, Kosten, Absatz, Bestand und Stammdaten aktiv, bestimmen Sie fachliche Verantwortliche fachliche Bereiche und veröffentlichen im Unternehmen (Fachseite und IT), welche Daten vorhanden sind und was man damit heute schon macht.

Tipp 7: Komplexitätsreduktion

Verhindern Sie die Entstehung hoher fachlicher und technische Komplexität. Die Zusammenführung von Daten und Informationen sollte getrennt von der Datenbereitstellung von Daten aus Quellsystem erfolgen. Zu hohe Spezialisierung verhindert Wiederverwendbarkeit und schafft Abhängigkeiten. Spezialisierte Berechnungen sollten auf der letzten Meile vor dem Kunden durchgeführt werden, gegebenenfalls sogar durch den Kunden / Nutzer im Fachbereich. Dies läßt auch die Chance zu bestimmte Funktionalitäten wieder abzuschalten.