Differenzierung durch Einsatz von Software / Technologie in der BI

Differenzierungsmerkmal Technologie/Software

Die Entscheidung bzgl. dem Einsatz der richtigen Software und / oder Technologie ist ein sehr wichtiger Punkt beim Aufbau der Business Intelligence in den Unternehmungen, aber es nicht der alles entscheidende Punkt. Die Anbieter von BI-Software haben keine entscheidenden marktbeherrschenden Differenzierungsmerkmale, die der eigenen Unternehmung einen Vorteil gegenüber anderen Unternehmungen bringen könnte, die andere BI-Software einsetzen. Trotzdem ist es durchaus wichtig die am jeweiligen Verwendungszweck ausgerichtete BI-Software im Unternehmen auszuwählen.

Entscheidungskriterien BI-Software

Entscheidende Kriterien bzgl. Auswahl der richtigen BI-Software sind u.a.:
  • Verwendungszweck: Viele BI-Softwareanbieter haben sich auf bestimmte Funktionalitäten spezialisiert. Spezialisierungen sind u.a.:
    • Analyse (OLAP, ROLAP, MOLAP, HOLAP)
    • Reporting / Regelreporting
    • Dashboard, Management Information System (MIS), Balanced ScoreCard (BSC)
    • Data Mining,
    • Datenaufbereitung in einem Enterprise Date Warehouse (EDWH),
    • ETL (Extract Transformation Load),
    • Produktionssteuerung / Jobsteuerung,
    • BI Wiki,
    • Metadatenmanagement,
    • Portalsoftware,
    • Planung: Budget, Forcast, Plan/Ist-Abgleich
    • Monitoring, Verbesserung der Datenqualität
  • Effizienz
    • Nutzen: Am Verwendungszweck (z.B.: Planung, Data Mining, Analyse, Reporting, ETL, Produktionssteuerung, Enterprise Data Warehouse, ...) ausgerichtete Software um Funktionseinbußen zu verhindern
    • Kosten: Total Cost of Ownership berücksichtigen: Nicht nur die Einführungskosten für eine BI-Software (Implementierungskosten, Lizenzen) sind wichtig, sondern auch die Betriebkosten, Instandhaltungskosten aber auch Fachseitiger Supportaufwand.
  • Benutzerfreundlichkeit / Usability, z.B. intuitive Bedienbarkeit
  • Performance: hier ist sowohl die Performance für die Massendatenverarbeitung im Enterprise Data Warehouse, die Datenbereitstellung in den Analytischen Informationssystemen (AIS) und die Zugriffszeiten auf die Analytischen Informationssysteme (AIS)
  • Skalierbarkeit: Die einzusetzende BI-Software muss häufig umfangreiche Skalierungen unterstützen. Hierbei wäre zu nennen:
    • Datenmengen: Es muss ein organisches Wachstum der Datenmengen von mind. 10% berücksichtigt werden.
    • Entsprechend den Datenmengen muss eine Skalierbarkeit der Verarbeitung der Datenmengen berücksichtigt werden. Dies kann auf mehrere Arten geschehen:
      • technische Parallelisierung, z.B. mehr CPU, mehrere Rechnerknoten
      • fachliche Parallelisierung: anhand von fachlichen Kriterien wird eine Parallelisierung unterstützt, z.B.
        jeweils ein exklusiver Verarbeitungstrang für Premiumprodukte und Standardprodukte
    • Mehrinstanzfähigkeit: Gegebenfalls ist es wichtig, dass physisch mehrere Instanzen parallel laufen können müssen, die aber logisch nur eine Instanz darstellen. Andererseits muss es auch möglich sein mehrere Mandanten in einer physischen Instanz zu betreiben. Dies kann z.B. bei einer internationalen Lösung sinnvollsein, wenn unterschiedliche rechtliche Regularien der verschiedenen Länder eingehalten werden müssen, die sich teilweise gegenseitig ausschliessen.
  • Integrationsfähigkeit Server- und Client- bzw. Desktopumgebung:
    • Lauffähigkeit auf unterschiedlichen Hardwareplattformen
    • Lauffähigkeit auf unterschiedlichen Betriebssystemen
    • Lauffähigkeit auf unterschiedlcihen Datenbanksystemen
    • Integrationsfähigleit hinsichtlich Deployment sowohl Server- als auch Clientseitig auf der Desktopumgebung
    • Integrationsfähigkeit in bestehende Reporting- und Analysetools (z.B. Tabellenkalkulation, Mini-Datenbanken, Präsentationstools aber auch Portale)
  • Erfüllung der Datenschutz-, Datensicherheits- und rechtlichen Anforderungen