Geschäftsmodell einer Unternehmung


Das Geschäftsmodell einer Unternehmung bildet in einer vereinfachten Form den Inhalt, Sinn und Zweck einer Unternehmung ab. Man bedient sich hierbei der Methode der Modellierung, um die Inhalte schnell, einfach und prägnant zu vermitteln.

Das Geschäftsmodell beinhaltet grob drei Ebenen:
  • die Produkt- und Dienstleistungssicht (Liefer- und Leistungsbeziehung)
  • die Vertragssicht (juristische & kaufmännische Abbildung)
  • die Finanzsicht (Abbildung der Geldflüsse)
Gegenstand dieser drei Ebenen ist die Darstellung der Zusammenhänge (Beziehungen) zwischen
  • der Unternehmung selbst
  • den Kunden und
  • den Partnern (Lieferanten, Subunternehmer, ...)

unter Berücksichtigung

  • der aktuellen Wettbewerber
  • der zukünftigen Wettbewerber und
  • der regulierenden Behörden (Kartellbehörde, Regullierungsbehörde, Börsenaufsichtsamt, usw.)
Desweiteren müssen die benötigten Geschäftsprozesse modelliert werden. Um eine Umsetzbarkeit eines Geschäftsmodells zu prüfen müssen weitere Dinge modelliert werden. Zu diesen Erweiterungen gehören:
  • Ressourcen (sowohl sachliche als auch personelle Ressourcen)
  • Skill, Fähigkeiten der Ressourcen
  • Finanzierung, z.B. Startkapital
  • Business Case

Das Geschäftsmodell ist die Basis bzw. der Gegenstand des Unternehmenssteuerungsmodell.

Eines der einfachsten Geschäftsmodelle ist das Reselling. Basis des Geschäftsmodell ist die Lieferung von Produkten vom Seller (Verkäufer, Lieferant) an die Unternehmung. Die Unternehmung als Reseller liefert wiederum dieses Produkt an den Kunden aus. Die Unternehmung schließt jeweils einen Liefervertrag mit dem Seller und dem Kunden ab. Der Seller stellt eine Rechnung für die Lieferung der Produkte an die Unternehmung aus und diese wiederum bezahlt die Rechnung an den Seller. Die Unternehmung stellt dem Kunden die Lieferung des Produktes in Rechnung und der Kunde bezahlt die Rechnung. Die Geschäftsprozesse für dieses Geschäftsmodell sind:

  • Verkaufsprozess: Kundenaquise und Vertragsmanagement
  • Einkaufsprozess: Partneraquise (Seller) und Vertragsmanagement
  • Logistikprozesse: für Einkauf, Verkauf und gegebenenfalls für die Bestandverwaltung der Produkte
  • Rechnungsschreibungsprozess
  • Zahlungsprozess
  • Steuerabführungsprozess
  • Forderungsmanagement, falls ein Kunde nicht zahlt
  • Werbung / Marketing als optionaler Prozess
Dieses einfache Geschäftsmodell wird beispielsweise auf Plattformen wie eBay oder Amazon häufig angewendet, da dort Geschäftsprozess-Standardlösungen, z.B. für Vertragsabschlüsse, Zahlungsprozesse, Forderungsmanagement und auch Werbung (Internetpräsentation) für die Produkte angeboten werden.