Geschäftsmodell Handel

Das Geschäftsmodell: Handel


Beim Geschäftsmodell Handel vermittelt das Handelsunternehmen die Produkte vom Produkthersteller an den Kunden. Das Produkt wechselt dabei zweimal den Besitzer
  • vom Hersteller zum Handelsunternehmen und
  • vom Handelsunternehmen an den Kunden. 
In einigen Branchen gibt es noch eine Zwei- oder Mehrstufigkeit des Handels. Bei der Zweistufigkeit des Handels wechselt das Produkt den Besitzer in folgender Reihenfolge:
  • zuerst vom Hersteller zum Großhändler
  • dann vom Großhändler zum Einzelhändler und
  • zuletzt vom Einzelhändler zum Kunden 
Gewinnpotential: Das Gewinnpotential besteht in diesem Geschäftsmodel in der Preisspanne zwischen dem Verkaufspreis des Herstellers und dem Verkaufspreis an den Kunden, abzüglich den entstehenden Aufwänden / Kosten.

Aufwände / Kosten: Neben der erzielten Preisspanne müssen aber noch die eigenen Kosten / Aufwänden abgezogen werden. Hierzu zählen insbesondere Kosten für Transport/Versand der Produkte, Personalkosten, Bürokosten (z.B. Miete), Büroausstattungskosten (Büromöbel, Computer, Software, Papier), Versicherung (z.B. gegen Transportschäden, Diebstahl, Zahlungsausfall, ...)

Nachteile / Risiken: Der Handel hat gegenüber einigen anderen Geschäftsmodellen einen entscheidenden Nachteil. Dadurch dass der Händel erst in den Besitz der Ware kommen muss bindet er mit dem Einkauf der Produkte viel Kapital. Zusätzlich besteht das Risiko, dass er die Ware nicht weiterverkaufen kann. Dementsprechend müssen hohe möglichst hohe Gewinnmargen und hohe Mengen gehandelt werden, um die Risiken zu verteilen / abzufedern. Auch das Zahlungsausfallrisiko hat der Händler.

Beispiel für:
  • Handelsunternehmen: Gebrauchtwagenhändler, Aktienhandel

  • Einzelhandelsunternehmen: Supermarkt / Lebensmittelmarkt, z.B. Edeka, Rewe

  • Großhandelsunternehmen: Lebensmittelgroßmärkte, z.B. Metro AG

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