Business Intelligence - Kritik an der Definition

Kritik (Kontroverse Sicht) an der Definition Business Intelligence

Technologie - Business Software


In Fachkreisen insbesondere in IT- und Beratungsunternehmen wird Business Intelligence als Business Software angesehen, dessen Aufgabe es ist Daten für die bessere Steuerung des Unternehmens zur Verfügung zu stellen und diese adäquat zu visualisieren / präsentieren. Bei einer solchen sehr eingeschränkten Betrachtungsweise werden leider die organisatorischen und fachlichen Aspekte nicht betrachtet. Zu einer solchen Betrachtungsweise hat vermutlich der zweite Teil der Definition von Business Intelligence durch Gartner (Quelle 2012, siehe Kapitel "Herkunft des Begriffes Business Intelligence") beigetragen, da der Fokus auf BI-Platform gelegt wird und nicht auf Fachlichkeit und Organisation.

Fachlichkeit - Intelligence


Die eingeschränkte Sichtweise, dass Business Intelligence nur eine (Business) Software ist, führt zu größeren Problemen / Herausforderungen bei der Steuerung des Unternehmen, sowohl in der Effizienz (teure BI-Systeme) als auch in der Effektivität (geringe Steuerungsrelevanz). Die eingeführte Business (Intelligence) Software besitzt dann keine Intelligenz. Die Intelligenz von Business Intelligence Systemen liegt nicht nur in der technischen Verarbeitung von Daten, sondern auch in der fachlichen Selektion der relevanten Daten, der fachlichen Transformation und deren organisatorischen Steuerung. Die verwendeten Technologien sind überwiegend nur noch Mittel zum Zweck.

Organisation - Governance


Die organisatorische Steuerung der Business Intelligence (BI Governance) ist eine der größten Herausforderungen in großen und mittelständischen Unternehmen, die häufig nicht erkannt wird. Die Erkenntnis: "Viele Köche verderben den Brei", gilt auch für die fachlichen Vorgaben in der Business Intelligence. Eine zentral benötigte Fachlichkeit (z.B. Unternehmenssteuerunglogik) wird von nur einer Organsiationseinheit im Unternehmen vorgegeben. Solange alle 'Fachexperten' individuell fachliche Vorgaben machen dürfen, solange wird es genauso viel (wenn nicht noch mehr) Wahrheiten und Steuerungslogiken im Unternehmen geben.